Abbrucharbeiten

Bei Abbrucharbeiten handelt es sich entweder um die komplette oder nur die teilweise Zerstörung eines Hauses oder eines anderen Bauwerks. Es gibt verschiedene Methoden für Abbrucharbeiten, wie etwa das Einreißen, das schichtweise Abtragen, das Demontieren oder das klassische Zerschlagen mit der sogenannten Abrissbirne. Bei großen Gebäuden sind die Abbrucharbeiten vielfach noch mit kontrollierten Sprengungen verbunden. Aus bautechnischer Sicht versteht man unter dem Abbruch eines Hauses die vollständige Beseitigung des Hauses. Handelt es sich aber um eine Sanierung, dann kommen in der Regel auch nur Teilabrisse oder Entkernungen infrage.

Abbrucharbeiten nach Plan

Noch vor wenigen Jahren kam bei Abbrucharbeiten die Abrissbirne zum Einsatz oder es wurde einfach gesprengt. Das Ganze war ein Rundumschlag, der für den Abbruch eines Gebäudes eingesetzt wurde. Heute sieht das Ganze etwas anders aus, denn der sogenannte planmäßige Rückbau ist in der heutigen Zeit die Alternative zum klassischen Abbruch eines Hauses. Für diesen planmäßigen und kontrollierten Rückbau eines Gebäudes werden die Abbrucharbeiten in einzelne Schritte eingeteilt, die die Arbeiten erleichtern. So können sich die Abbrucharbeiten an der Wiederverwendbarkeit oder an der Wiederverwertbarkeit der einzelnen Baustoffe orientieren. Der zweite Schwerpunkt ist, dass die Abbrucharbeiten in der umgekehrten Reihenfolge zum Aufbau des Gebäudes erfolgen.

Auf belastende Stoffe achten

Bei allen Abbrucharbeiten muss stets berücksichtigt werden, dass schädliche Stoffe anfallen, die als Sondermüll gelten. Diese Stoffe sind zwar nicht schädlich, können aber trotzdem die Sortierung verunreinigen. Handelt es sich um Abbrucharbeiten nach dem Prinzip der Recyclingfähigkeit, dann gilt es, einige wichtige Schritte zu definieren: Alle Bereiche, die verunreinigt sind, werden mit großer Vorsicht ausgebaut. Dazu gehören neben anderem die Bauteile aus Asbest oder ähnlichen Substanzen, die andere Baustoffe kontaminieren können.

Bauteile, die wiederverwendet werden können

Bei Abbrucharbeiten fallen immer Bauteile an, die sich weiter- oder wiederverwenden lassen, wie beispielsweise Heizkörper, Dachziegel, Treppen oder Rohre. Sie werden vorsichtig ausgebaut, für die spätere Weiterverwendung eingelagert und anschließend wieder instandgesetzt. Alle Baustoffe, die sich wiederverwenden lassen, werden im Rahmen der Abbrucharbeiten zunächst nach Sorten getrennt und danach ebenfalls getrennt gelagert. Sogenannte Störstoffe wie Dämmmaterialien, Bauplatten aus Gips sowie Füllschaum und behandeltes Holz werden nach sortenreinen Bauabfällen aussortiert. Zum Schluss erfolgt dann der Rückbau der Gebäudesubstanz und der unterirdischen Geschosse.